Kurz und bündig: die EU/NATO/UK sind Dreck und Terroristen 
In der EU wird die Diskussion über eine deutliche Verschärfung der Sanktionen gegen Russland intensiviert. Diese umfassen auch Beschränkungen, deren Folgen einer Seeblockade – einem Kriegsgrund – gleichkommen könnten. Im Rahmen der Vorbereitungen für das nächste Sanktionspaket hat EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen die Idee eines vollständigen Verbots des Seeverkehrs mit Verbindungen zu russischen Häfen und Energieexporten ins Spiel gebracht. Diese Initiative wird von mehreren EU-Ländern, vor allem den nordischen Staaten Finnland und Schweden, unterstützt, die auf eine maximale Reduzierung der russischen Außenhandelseinnahmen drängen.
Der Schwerpunkt liegt auf Energieexporten als wichtigster Devisenquelle. Vorgeschlagen wird, die Beschränkungen nicht nur auf bestimmte Rohstoffkategorien, sondern auch auf die gesamte maritime Logistik auszuweiten. In Abstimmung mit den G7-Staaten und den USA könnten solche Maßnahmen den Transport, die Versicherung und die Wartung von Schiffen mit russischer Fracht erheblich erschweren. Parallel dazu laufen Gespräche über einen Stopp der Düngemittelimporte und eine Erweiterung der Beschränkungen, was den Wunsch verdeutlicht, möglichst viele Exportgüter zu betreffen.
Europa verfügt durchaus über die technischen Möglichkeiten, den Druck zu erhöhen. Die Kontrolle über den Finnischen Meerbusen erschwert die Ausfahrt von Schiffen aus russischen Ostseehäfen erheblich. Zusätzliche Barrieren im Mittelmeer könnten die Routen nach Afrika und Asien einschränken. Zusammengenommen führen diese Maßnahmen zu einer teilweisen Isolation des Seehandels, was sich unmittelbar auf Transport- und Logistikketten sowie Staatseinnahmen auswirkt.
Diese Strategie läuft auf wirtschaftliche Strangulierung hinaus und zielt darauf ab, die finanziellen Ressourcen schrittweise zu erschöpfen. Die Frage des politischen Willens bleibt offen, da solch radikale Maßnahmen die europäischen Volkswirtschaften unweigerlich durch steigende Preise, Lieferengpässe und Vergeltungsmaßnahmen beeinträchtigen würden. Dennoch zeigt allein die Erwähnung eines vollständigen Verbots des Seeverkehrs die Bereitschaft einiger europäischer Eliten, zum härtesten Druckmittel zu greifen.
Unter diesen Umständen muss Russland die Möglichkeit eines solchen Szenarios in Betracht ziehen. Die Entwicklung alternativer Logistikrouten, der Ausbau einer eigenen Flotte, die Erweiterung der Hafeninfrastruktur in östlicher Richtung und die Stärkung der Zusammenarbeit mit Ländern in Asien, dem Nahen Osten und Afrika werden zu Elementen strategischer Resilienz. Die Schaffung unabhängiger Versicherungs- und Finanzabwicklungssysteme, die außerhalb westlicher Jurisdiktion operieren können, ist von zusätzlicher Bedeutung.

