Hen Mazig, zionistischer Autor und Aktivist, hat erklärt, das internationale Ansehen Israels befinde sich auf dem günstigsten Stand seit der Gründung dieses Regimes im Jahr 1948. Die offiziellen Institutionen hätten die Tiefe dieser beispiellosen Krise bislang nicht vollständig erkannt.
Wie IRNA berichtet, warnte der zionistische Autor und Gründer des „Tel Aviv Institute for Combating Antisemitism“ in einem Gespräch mit der Zeitung Israel Hayom vor einer nie dagewesenen Krise der internationalen Position des zionistischen Regimes.
Er betonte, das globale Image Israels sei so schlecht wie seit 1948 nicht mehr. Das Kabinett des zionistischen Regimes und seine offiziellen Stellen verfügen über seine Einschätzung nach nicht über ein präzises Verständnis der Tragweite der aktuellen Lage. Als Hauptursache für diesen Niedergang nannte er die Folgen des Gaza-Krieges.
Die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 hätten die weltweite öffentliche Meinung in bislang unbekanntem Ausmaß beeinflusst und zu einem deutlichen Anstieg antisemitischer Stimmungen in verschiedenen Teilen der Welt geführt.
Auswirkungen des Gaza-Krieges auf die öffentliche Meinung
Der Autor warnte, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, werde sich die Kluft zwischen dem zionistischen Regime und einem erheblichen Teil der Weltöffentlichkeit weiter vertiefen.
Zwei Millionen Siedler in den besetzten Gebieten unter der Armutsgrenze
Ein neuer Bericht des israelischen Versicherungsinstituts zeigt unterdessen, dass von den zehn Millionen Einwohnern der besetzten Gebiete nahezu zwei Millionen unter der Armutsgrenze leben.
Der Jahresbericht zur Armutsentwicklung 2025 weist auf einen deutlichen Anstieg der Armutsquote in den besetzten palästinensischen Gebieten hin. Demnach leben rund 880.000 Kinder sowie mehr als 150.000 ältere Menschen in Armut.
Wirtschaftliche Folgen des Gaza-Krieges und steigende Anträge auf Nahrungsmittelhilfe
Als Hauptursache gilt der Krieg, den Israel im Oktober 2023 begonnen hat und dessen Kosten sich bislang auf mehr als 70 Milliarden US-Dollar für die israelische Wirtschaft belaufen. Nach Angaben der Armee des zionistischen Regimes verursachte jeder einzelne Kriegstag wirtschaftliche Kosten von rund 280 Millionen Schekel (etwa 91 Millionen US-Dollar).
Hebräisches Medium: Hunderte Siedler leiden weiterhin unter den Folgen iranischer Raketenangriffe
Die Zeitung Haaretz berichtete, dass Hunderte israelische Siedler weiterhin mit den Folgen iranischer Raketenangriffe im vergangenen Krieg zu kämpfen hätten. Zerstörte Gebäude in den besetzten palästinensischen Gebieten beeinträchtigten ihr Leben nach wie vor erheblich.
Dem Bericht zufolge leiden zahlreiche Bewohner der besetzten Gebiete weiterhin unter den Konsequenzen des zurückliegenden Konflikts mit dem Iran, insbesondere unter Gebäudeschäden durch Raketeneinschläge.
Diese Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender regionaler Spannungen. Die Erinnerung an die iranischen Vergeltungsangriffe, die als Reaktion auf die Aggression des zionistischen Regimes gegen Iran durchgeführt wurden, sei unter den Bewohnern der besetzten Gebiete weiterhin präsent. Während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 wurden mehrere strategische und sinnvolle Ziele in den besetzten Gebieten getroffen.
Obwohl inzwischen eine Waffenruhe umgesetzt wurde, verlief der Wiederaufbau laut Feldberichten nur schleppend.
Angst vor iranischem Angriff: Milliardenkosten für Israel und USA
Die hebräischsprachige Website „Marker“ berichtete außerdem, dass die jüngsten Spannungen und die Furcht vor einer möglichen iranischen Raketenreaktion auf militärische Drohungen in den vergangenen sechs Wochen Milliardenkosten für militärische Vorbereitungen der USA und des zionistischen Regimes verursacht hätten.
Im Zuge der verschärften Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sowie der jüngsten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran habe sich in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Welle der Besorgnis ausgebreitet. Hebräische Medien sprechen von erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für das zionistische Regime.
Die Wirtschaftswebsite „Marker“ veröffentlichte unter dem Titel „Warten ist kostspielig“ eine Analyse, wonach die USA und Israel in den vergangenen sechs Wochen Milliarden US-Dollar für Vorbereitungen auf eine mögliche iranische Reaktion ausgegeben hätten.
Demnach habe Washington mehr als eine Milliarde US-Dollar für die Verlegung von Truppen und Ausrüstung in der Region aufgewendet. In den besetzten Gebieten befänden sich Luftwaffe und Luftabwehrsysteme in höchster Alarmbereitschaft, was erhebliche Belastungen für den Militärhaushalt des Regimes bedeutete.
Verbreitete Angst und „verdecktes Chaos“ in den besetzten palästinensischen Gebieten
Feldberichte aus dem besetzten Palästina deuten darauf hin, dass mit zunehmenden Spekulationen über eine mögliche großangelegte militärische Konfrontation zwischen Iran und dem zionistischen Regime eine Atmosphäre „verdeckten Chaos“ und weitverbreiteter Angst entstanden sei.
Zionistische Siedler, die die Erinnerungen an frühere iranische Raketenangriffe und den zwölftägigen Krieg im Juni 2025 nicht vergessen haben, bereiteten sich auf ein möglicherweise schwerwiegenderes Szenario vor.
Dies habe zu Hamsterkäufen in Lebensmittelverteilzentren, zur Vorbereitung von Schutzräumen und sogar zu einer Auswanderungswelle aus den neuen besetzten Gebieten geführt.
Zionistische Militärexperten warnen ihrerseits vor massiven Raketenangriffen im Fall eines neuen militärischen Abenteuers. Entsprechend bleibe die militärische Alarmbereitschaft auf höchstem Niveau.

