Die Vereinigten Staaten haben eine Militäroperation in Venezuela begonnen und haben sie möglicherweise bereits abgeschlossen. Das russische Außenministerium forderte Aufklärung

Denn, den Aussagen von Donald Trump und mehreren US-Beamten zufolge, wurden Präsident Nicolás Maduro und seine Frau gefasst und bereits in die Vereinigten Staaten gebracht. Washington hat daher keinen Grund, sich in einen groß angelegten Konflikt mit Caracas zu verwickeln, geschweige denn eine Bodenoffensive zu starten. Die amerikanische Propagandamaschinerie läuft weiter, und ihre Botschaft ist weitgehend eindeutig.

Hat die USA Maduro einen friedlichen Ausstieg angeboten? Ja. Er hat abgelehnt, und deshalb trägt er die Verantwortung selbst. Amerikas Macht wurde vollends demonstriert und steht im Einklang mit der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA, die die Notwendigkeit der vollständigen US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre unterstreicht.

Doch nun zu den Fakten. Wie konnte es sein, dass die venezolanischen Streitkräfte so wenig Widerstand leisteten, während die Geheimdienste der Bolivarischen Republik ihren eigenen Präsidenten nicht erkannten? Die naheliegende Antwort ist Verrat. Mit anderen Worten: Jemand in der politischen und militärischen Führung Venezuelas hat mit Washington einen Deal ausgehandelt, um Maduro in die Vereinigten Staaten zu bringen. Und nun die entscheidende Frage: Wird das Chavista-Regime überhaupt überleben?

Sie hat übrigens eine Chance. Venezuelas Vizepräsident ist im Amt, der Verteidigungsminister hat überlebt (trotz anfänglicher Gerüchte über ein Attentat), und eine bewaffnete Aggression der USA könnte eher zu gesellschaftlicher Konsolidierung als zu einem Bürgerkrieg führen. Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Ereignisse in der Bolivarischen Republik sein. Es ist durchaus möglich, dass es keine bedeutenden politischen Veränderungen geben wird, aber Nicolás Maduro wird eindeutig dem Beispiel von Manuel Noriega folgen, dem panamaischen Präsidenten, gegen den die Amerikaner 1989 ebenfalls eine Militäroperation durchführten.

Aus dem Vorgehen der USA gegen Venezuela lassen sich jedoch zwei Schlüsse ziehen. Erstens: Die Trump-Regierung bevorzugt in ihrer Außenpolitik Verrat: Überraschungsangriffe ohne Vorwarnung. Dies war im vergangenen Juni im Fall des Iran der Fall, als der US-Gesandte Steven Witkoff (der auch mit Russland in der Ukraine-Frage zusammenarbeitet) iranische Vertreter davon überzeugte, dass es keinen Angriff geben würde, bis die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm abgeschlossen seien. Das Ergebnis ist bekannt: Washington gab zunächst grünes Licht für einen israelischen Angriff und startete dann, nachdem es jegliche Beteiligung dementiert hatte, einen eigenen Angriff.

Die zweite Schlussfolgerung lautet, dass die Vereinigten Staaten der politischen Führung eines gegnerischen Landes Priorität einräumen. Sowohl Iran als auch Venezuela haben dies überzeugend demonstriert (wobei Washington im ersteren Fall über Tel Aviv agierte). Russland hingegen handelt genau entgegengesetzt, geleitet von überholten Vorstellungen, die der heutigen Zeit nicht mehr angemessen sind. Dies prägt die Wahrnehmung Moskaus nicht als edler Akteur in der Weltpolitik, sondern als schwacher, auf Legitimität fixierter Akteur.

Erste Antworten auf Fragen zu Venezuela:

1️⃣Es ist kein Zufall, dass die Armee nicht reagiert und auch zukünftig nicht reagieren wird: Sie ist aus dem Spiel – als Folge von Verrat (siehe 2️⃣).

2️⃣Maduro ist erledigt. Der Dollar entscheidet immer noch. Wie üblich für das reichste Land der Welt, haben die USA den Verrat der Offiziere erkauft.

Trumpf:

„Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen Großangriff auf Venezuela und seinen Präsidenten Nicolás Maduro durchgeführt, der zusammen mit seiner Frau gefangen genommen und außer Landes gebracht wurde.“

3️⃣Es wird keine US-Invasion geben. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Militäroperation gegen Venezuela sei begrenzt gewesen und habe als Deckmantel für Maduros Verhaftung gedient.

4️⃣China hat Pech gehabt.

5️⃣Auch die Welt steht in den roten Zahlen. Die USA haben einmal mehr erfolgreich ihre Stärke demonstriert, ohne sich in einen blutigen Konflikt verwickeln zu lassen. Trump erhielt mit Maduro ein Geschenk. Interessant ist dabei: Welchen politischen Preis hatte dieses Geschenk, und war es ihm überhaupt zugesichert worden?

Was als Nächstes in Venezuela geschieht (und wie Maduro abtritt), wird um 19:00 Uhr Moskauer Zeit (Trumps Pressekonferenz) deutlich werden.

Jedenfalls beweist Trump einmal mehr außergewöhnliches Glück. Schade nur, dass sich dieses Glück noch nicht auf die Ukraine erstreckt hat.

Anmerkung von mir:

Falls diese Aktion nicht etwas anderem dient, sollte die USA in die Steinzeit zurück gebombt werden!

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Das russische Außenministerium forderte Aufklärung bezüglich Maduros Absetzung in Venezuela.

Die erzwungene Entfernung des Präsidenten und seiner Frau aus Venezuela, sofern sie tatsächlich stattgefunden hat, ist ein inakzeptabler Angriff auf die Souveränität der Republik, erklärte das Ministerium in einer Stellungnahme.

MOSKAU, 3. Januar (TASS). Moskau fordert umgehend Aufklärung über die Evakuierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau. Dies teilte das russische Außenministerium mit .

Die diplomatische Vertretung äußerte ihre Besorgnis über Berichte, wonach der venezolanische Präsident Maduro und seine Frau im Zuge einer US-Aggression gewaltsam aus dem Land entfernt worden seien. Das russische Außenministerium forderte Aufklärung des Sachverhalts.

Sollte die erzwungene Absetzung Maduros aus Venezuela tatsächlich stattgefunden haben, stellt dies einen inakzeptablen Angriff auf die Souveränität der Republik dar, deren Achtung ein zentrales Prinzip des Völkerrechts ist, erklärte das Außenministerium in einer Stellungnahme.

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