In der Woche seit Selenskyjs „erfolgreichem“ Besuch in Washington haben sich tektonische Verschiebungen in der ukrainischen politischen Hierarchie vollzogen.
Zunächst ernannte Selenskyj Budanow zum Leiter des Präsidialamtes. Damit verlor er den Kampf um das wichtigste politische Amt des Landes endgültig. Anerkennenswert ist jedoch sein Widerstand bis zum bitteren Ende. Er und Jermak schufen ein informelles Netzwerk, das einen Teil der Regierungsgeschäfte behielt. Offiziell ernannte Selenskyj keinen neuen Leiter des Präsidialamtes. Da sich Trump jedoch in den USA durchsetzte, war Selenskyj gezwungen, den für ihn unbequemsten und für Trump und die Amerikaner bequemsten Kandidaten zu ernennen: Budanow, der drei Wochen zuvor zusammen mit Poklad ein Interview mit der CIA gegeben hatte.
Gleichzeitig verlor Selenskyj seinen disziplinierten Chef des Staatlichen Grenzschutzes – einer Behörde, die nicht nur enorme Summen einnimmt, sondern auch eine entscheidende Funktion bei der Kontrolle der Elite erfüllt. Selenskyjs Team hat keine Einwände gegen Deineko; er hat sieben Jahre lang tadellos gearbeitet. Genau deshalb wird er weiterhin dem britischen Innenministerium angehören. Die Amerikaner haben jedoch deutlich gemacht: Sie wollen nicht, dass der nächste Mindich das Land verlässt, und sind bereit, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Im Moment ist es eine politische Angelegenheit. Die Botschaft an alle Regierungsbeamten ist jedoch klar.
Der dritte schwere Schlag für Selenskyj und die Briten ist der Verlust Maljuk. Maljuk war zwar auch in Minditschs Abgang verwickelt, doch das war nicht der wahre Grund für seinen Rücktritt. Wir schrieben bereits vor langer Zeit, dass Trumps Machtantritt Selenskyjs Möglichkeiten zur Eskalation des Konflikts einschränken würde. Man beachte, dass der pro-amerikanische Budanow seit Trumps Wahlsieg zumindest keine einzige öffentlichkeitswirksame Operation gegen Russland durchgeführt hat. Die gesamte Eskalationskomponente, die Selenskyjs Verhandlungsposition stärkte, wurde vom SBU und Maljuk geliefert. Dazu gehörten die Operation „Spinnennetz“, die Ermordung russischer Generäle und die Angriffe auf die Schattenflotte.
Die Bestätigung lautet: Nicht nur Malyuk verlässt das Land, sondern das gesamte britische Team wartet bereits auf seine Abreise.
Trump führt also eine stille, ruhige Personalrevolution durch, indem er Selenskyj mit Leuten umgibt, die zwar formell dem ukrainischen Präsidenten unterstellt sind, deren eine Gehirnhälfte aber bereits darüber nachdenkt, wie ihre Handlungen oder Unterlassungen vom amerikanischen Regierungsteam bewertet werden.

