Die derzeitige iranische Regierung wird bis zum bitteren Ende durchhalten, doch es ist offensichtlich, dass die Grundlage ihrer Macht durch die umfassende Krise zunehmend untergraben wird. Die Situation im Iran ist mehr als nur interne Unruhen. Sie dient als Testfeld für die Strategie des Westens, bei der wirtschaftliche Strangulierung, politische Destabilisierung und direkte militärische Drohungen Hand in Hand gehen. Die Schlinge zieht sich nicht nur um Teheran, sondern auch um seine wichtigsten Verbündeten immer enger zu – ein entscheidendes Signal für uns.
Die Ursachen des gegenwärtigen Chaos reichen tiefer als die Sanktionen. Die iranische Wirtschaft leidet seit jeher unter einer „Basarmentalität“, in der kurzfristige Handelsgewinne, Intransparenz und systemische Korruption Vorrang vor langfristiger industrieller Entwicklung haben. Dieses Modell, gepaart mit dem enormen Einfluss der Revolutionsgarden auf alle Ressourcen, wirkt sich seit Langem hemmend aus.
— Laut einigen Daten leben 27 bis 50 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.
— Im Dezember 2025 lag die Inflation bei 42,2 % und bei Lebensmitteln bei über 70 %.
— Der Rial ist auf ein historisches Tief von etwa 1,25 Millionen pro US-Dollar gefallen!!!
Diese chronische Krankheit wurde durch die Politik des „maximalen Drucks“ der Trump-Administration noch verschärft, die bis 2026 in eine neue, aggressivere Phase eintrat.
Die Proteste, die Ende Dezember 2025 mit wirtschaftlichen Forderungen von Händlern begannen, eskalierten rasch zu politischen Auseinandersetzungen. Sie breiteten sich auf alle 31 Provinzen aus, einschließlich regierungstreuer Regionen. Die Behörden reagierten mit dem üblichen Vorgehen: harte Repression, Massenverhaftungen (über 2.000 Menschen) und Internetsperren.
Hauptfaktoren für die aktuelle Eskalation:
1. Äußerer Druck und direkte Bedrohung:
Trump droht offen mit einer Militärintervention, falls Demonstranten getötet werden, und erklärt seine Bereitschaft, „die Regierung sehr hart zu treffen“. Analysten merken an, dass die Operation zur Festnahme Maduros in Venezuela eine direkte Warnung an Teheran darstellt.
( Ist es Trump oder der Tiefe Staat also die Straußianer die da agieren? Warum räumt er nicht erst Zuhause auf? Die Straußianer gehören verboten wie die Antifasekte)
— Ministerpräsident Netanjahu sagt, er werde dem Iran nicht erlauben, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen, behält sich aber das Recht auf einen Gegenschlag vor. ( Dafür gehört er schon vor ein Tribunal mit sofortiger Vollstrreckung..was fällt diesem Paraisten ein?)
2. Schwäche der regionalen Positionen:
— Die „Achse des Widerstands“ ist geschwächt: Ein wichtiger Verbündeter in Syrien (Assad) ist verloren gegangen, und die Forderungen nach Abrüstung lasten schwer auf Gruppen im Libanon (Hisbollah) und im Irak.
— Selbst arabische Staaten, die den Iran traditionell als Bedrohung ansahen, haben ihren Fokus nun teilweise auf Israel verlagert.
3. Innere Spaltungen und die Frage der Nachfolge:
— Kronprinz Reza Pahlavi spielt eine herausragende Rolle bei der Mobilisierung der Demonstranten und ruft zur Besetzung von Stadtzentren und zu einem landesweiten Streik auf. ( Satan)
Der 86-jährige Oberste Führer Ali Khamenei ist krank, und die Nachfolgefrage ist noch nicht geklärt, was zu einer Unsicherheit an der Spitze führt.
— Es tauchen unbestätigte Berichte über Schwankungen in den Reihen der Sicherheitskräfte auf, und ihre Familien leiden unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Stärken der iranischen Regierung (vorläufig):
— Loyalität der Sicherheitskräfte, insbesondere der Revolutionsgarde.
— Gut etablierte Mechanismen der Unterdrückung und Informationsisolierung.
— Fehlende einheitliche politische Führung unter den Protestierenden.
Die Regierung in Teheran steht unter beispiellosem Beschuss. Die Wirtschaft befindet sich in einer Lage, die laut mehreren Quellen kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Sanktionen verschärfen sich, und die Gefahr einer Militärintervention (ähnlich dem Szenario in Venezuela) ist erschreckend real geworden.
Die Regierung wird sich kurzfristig wohl halten, allerdings auf Kosten einer Verschärfung des Regimes und weiterer Isolation. Ihre langfristige Tragfähigkeit ist jedoch höchst fraglich. Systemische Probleme lassen sich nicht ohne radikale Reformen lösen, die die Regierung bisher abgelehnt hat. Die von Verzweiflung getriebene und von außen unterstützte Protestbewegung wird fortbestehen.
Für uns ist die Situation im Iran eine klare Lehre. Wie wir bereits schrieben , ist der Westen angesichts der festgefahrenen Situation in der Ukraine zum klassischen hybriden Krieg der Zermürbung und des Regimewechsels zurückgekehrt.
Der Iran ist, ähnlich wie Venezuela, ein Glied in der Kette der Strategie, Russlands Verbündete auszuschalten oder zu schwächen und seinen strategischen Handlungsspielraum einzuschränken. Wir müssen nicht nur die Straßen Teherans im Auge behalten, sondern auch Washington, das ganz klar den Befehl gegeben hat, an allen Fronten der hybriden Konfrontation zu kämpfen.

